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Fahrerlaubnis: Neuerteilung nach Entzug

Allgemeine Informationen

Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Erweist sich jemand als ungeeignet oder nicht befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen, so hat ihm die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis zu entziehen. Dies gilt insbesondere, wenn Erkrankungen oder Mängel vorliegen oder erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen wurde und dadurch die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen ausgeschlossen ist.

Durch einen Entzug ist die Fahrerlaubnis erloschen. Gegebenenfalls wird durch das Gericht eine Sperrfrist festgesetzt, für deren Dauer die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht gegeben ist. Das Gericht trifft aber keine Feststellungen darüber, was nach Ablauf der Sperre geschieht. Dies ist Aufgabe der Fahrerlaubnisbehörde.

Voraussetzungen:

Eine Fahrerlaubnis kann nach einem Entzug und nach Ablauf einer gegebenenfalls festgesetzten Sperrfrist nur auf Antrag wieder erteilt werden. Da die entsprechenden Ermittlungen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, sollte der Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis frühestens sechs Monate vor Ablauf der Sperrfrist bei der für den Wohnsitz zuständigen Fahrerlaubnisbehörde gestellt werden. Den entsprechenden Antragsvordruck können Sie auf dieser Seite herunterladen.

Bedenken bei der Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach Entzug bestehen insbesondere:

1. wenn Ihnen die Fahrerlaubnis wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss entzogen wurde und die Blutalkoholkonzentration 1,6 o/oo oder mehr betrug, oder Sie wiederholt mit Alkohol im Straßenverkehr aufgefallen sind,

2. wenn Ihnen die Fahrerlaubnis bereits zum zweiten oder wiederholten Male entzogen wurde,

3. wenn Sie wiederholt oder erheblich gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder Strafgesetze verstoßen haben,

4. wenn der Entzug wegen Fahrens unter dem Einfluss unerlaubter Betäubungsmittel erfolgte.

Zu deren Klärung ist in aller Regel ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (medizinisch-psychologisches Gutachten) erforderlich. Trifft einer der genannten Punkte auf Sie zu, so sollten Sie die gegebenenfalls festgesetzte Sperrfrist nutzen, um sich Gedanken über die Ursachen Ihrer Auffälligkeit(en) zu machen und sich evtl. auch an eine Beratungsstelle wenden.

An wen muss ich mich wenden?

Die Fahrerlaubnisbehörde Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Kopie des Personalausweises/Passes mit Meldebescheinigung,
  • ein biometrisches Lichtbild (45x35mm), das den Bestimmungen der Passverordnung vom 19. Oktober 2007  entspricht und
  • Führungszeugnis der Belegart "0"
    (zu beantragen bei der zuständigen Gemeinde-, Samtgemeinde- oder Stadtverwaltung)
  • einen Nachweis über die Schulung in Erster Hilfe 

Für die Antragstellung der Fahrerlaubnis der Klasse A und B/BE mit den entsprechenden Unterklassen zusätzlich

  • eine Sehtestbescheinigung  (vom Optiker)

Für die Antragstellung der Fahrerlaubnis der Klasse CE, C1E, D oder DE mit den entsprechenden Unterklassen zusätzlich

  • augenärztliches Gutachten nach Anlage 6 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV),
  • ärztliche Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung nach Anlage 5 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) und
  • ein leistungspsychologisches Gutachten gem. § 11 Abs. 9 i. V. m. Anlage 5 Nr. 2 FeV - nur für die Klassen D und DE -

Nach Antragseingang werden die vorgelegten Antragsunterlagen und die Voraussetzungen zur Neuerteilung der beantragten Fahrerlaubnisklassen geprüft. Weitere noch durchzuführende Maßnahmen, insbesondere eine Begutachtung oder eine evtl. abzulegende Prüfung, werden dann zeitnah angeordnet.

Welche Gebühren fallen an?

125,00 Euro bis 140,80 Euro, je nach Aufwand der Bearbeitung

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Neuerteilungsantrag sollte drei Monate vor Ablauf der Sperrfrist (jedoch nicht früher) bei der zuständige Stelle eingereicht werden.

Rechtsgrundlage
  • Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)
  • § 3 Straßenverkehrsgesetz (StVG)
Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen zum Neuerteilungsverfahren der Fahrerlaubnis können Sie während der Dienstzeit telefonisch bei der zuständigen Stelle erfragen. Fachkundige Hinweise finden Sie auch beim Niedersächsischen Justizministerium.

Wenn Sie sich vorab darüber informieren möchten, was bei einer medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) auf Sie zukommt, was von Ihnen erwartet wird, wie Sie sich darauf vorbereiten können, so besteht die Möglichkeit, dass Sie sich im Vorfeld bereits an eine Begutachtungsstelle für Fahreignung in Ihrer Nähe wenden und an kostenlosen Informationsveranstaltungen teilnehmen. Termine erfahren Sie von den Begutachtungsstellen.

Weiteres Informationsmaterial liegt zudem bei der zuständigen Stelle zur Abholung aus. Es steht Ihnen frei sich mit Hilfe von Verkehrspsychologen auf eine anstehende MPU vorzubereiten, häufig ist dieses sinnvoll.


Ansprechpartner/in beim Landkreis Stade
Frau RohkrämerStandort anzeigen
Harburger Str. 193, Zimmer 202 // 2. OG
Harburger Straße 193
21680 Stade
Telefon: 04141 12-3630
Telefax: 04141 12-3613
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